Verwaltungskosten

Als Verwaltungskosten gilt der Abzug, den die Gesellschaften ihren Mitgliedern auf den Einnahmen aus den von ihnen verwalteten Rechten berechnen. Diese Kosten werden von den Berechtigten allein getragen, nicht von den Nutzern. Von 100 Franken einbezahlter Lizenzvergütung erhält das Mitglied beispielsweise bei 15% Kostenabzug 85 Franken ausbezahlt.

Der effektive Verwaltungsaufwand der Gesellschaften kann höher sein als der Kostenabzug zulasten der Mitglieder. Er wird jedoch teilweise gedeckt durch Nebeneinnahmen, z.B. aus Geldanlagen, so dass den Mitgliedern nicht der gesamte Aufwand belastet werden muss.

Der Verwaltungskostenabzug drückt aus, welcher Anteil von den Tarifeinnahmen den Berechtigten zur Deckung der Verwaltungskosten in Abzug gebracht wird; es handelt sich um die verteiltechnische Sichtweise.

Demgegenüber stellt der Bruttokostensatz unter betriebswirtschaftlichen Aspekten und ohne jegliche Verrechnung das Total der Bruttoaufwendungen den gesamten Bruttoerträgen gegenüber.

Die Höhe des Verwaltungsaufwands hängt unter anderem davon ab, wie viele Tarife, Kunden und Mitglieder eine Gesellschaft verwaltet und wie viele Mitarbeitende sie dafür benötigt. Die Schweizerischen Gesellschaften müssen für ein mehrsprachiges und kleines Gebiet einen verhältnismässig hohen Aufwand betreiben. Dennoch sind ihre Verwaltungskosten seit Jahren im Sinken begriffen. Sie betragen gegenwärtig: 

Verwaltungskosten 2017

Gesellschaft Einnahmen (Mio. CHF) 2016/2017 Anzahl Mitglieder 2016/2017 Verwaltungs-kostenabzug 2016/2017 Bruttokostensatz 2016/2017 Vollzeitstellen 2016/2017
ProLitteris 33.3 / 34.6 11987 / 12'299 14.5% / 11.1% 17.4% / 16.3% 18 / 19.2
SSA 22.9 / 22.9 2'999 / 3'055 12.75% / 12.81% 14.67% / 14.61% 17.8 / 17.43
SUISA 147.1 / 150.0 36'663 / 37'747 12.37% / 12.41% 18.9% / 18.6% 176.4 / 183.25
SUISSIMAGE 71.7 / 76.7 3'434 / 3'615 4.14% / 3.62% 4.89% / 4.93% 26.7 / 26.8
SWISSPERFORM 54.8 / 60.3 15'509 / 16'538 7.55% / 7.07% 10.98% / 10.59% 18.8 / 19.7

Ph!l!pp Schweidler

«SWISSPERFORM sorgt dafür, dass die Leistungen der ausübenden Musiker fair & angemessen honoriert werden. Somit leistet sie, in Anbetracht der heutigen knappen Produktionsbudgets, einen wesentlichen Beitrag für das heimische Musikschaffen.»